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Jede Grundschule braucht ein Schwimmbad in der Nähe

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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) fordert mehr Schwimmbäder in Deutschland, um flächendeckend das Schwimmenlernen zu ermöglichen. "Wir haben viele Flecken, gerade im ländlichen Raum, wo es überhaupt gar kein Schwimmbad gibt", sagt DLRG-Präsidentin Ute Vogt. "Die Forderung ist, dass wir in jeder Grundschule in erreichbarer Nähe künftig wieder ein Bad brauchen."

Sie kritisierte demnach, dass die Kommunen bei der Unterhaltung von Bädern oft alleine gelassen würden. "Deshalb braucht man regionale Schwimmzentren, wo auch mehrere Kommunen sich beteiligen und die Länder mit an den Tisch kommen." Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft wies in einer Statistik von 2022 bundesweit 863 Schulbäder aus. Der "Bäderatlas" der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen listet mehr als 6.000 Hallen- und Freibäder auf.

Wie steht es um die Bäder in Deutschland?

Die DLRG hatte zu Jahresbeginn fehlende Investitionen beklagt. Ohne umfassende Sanierungen drohe in den kommenden drei Jahren möglicherweise jedes siebte öffentliche Schwimmbad zu schließen. Die neue Bundesregierung will mindestens eine Milliarde Euro für die Modernisierung und Sanierung von Sportstätten bereitstellen. Das könne aber nur ein Anfang sein, sagte Vogt. 

Im vergangenen Jahr waren bundesweit mindestens 411 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken. "Schwimmlernen bedeutet vor allem Überleben", sagte die DLRG-Präsidentin. Wasser habe eine magische Anziehungskraft auf Kinder. 

DLRG vergibt mehr Schwimmabzeichen

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr an 9.882 Menschen ein Schwimmabzeichen ausgeben können, das sind rund 500 mehr als 2023. Vor allem bei den Bronze-Schwimmabzeichen gab es einen kräftigen Zuwachs. Auch bundesweit sind die Zahlen gestiegen.

Dass das Interesse am Schwimmen lernen wächst ist eine sehr positive Entwicklung. Die Zahlen der DLRG zeigen, dass Rheinland-Pfalz mit seiner vom Bildungsministerium vor knapp einem Jahr gestarteten Initiative, Sicher im Wasser, gesund im Leben voll im Trend liegt“, sagt Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Denn ein zentraler Baustein der Kampagne war der Schwimmabzeichen-Schulwettbewerb, dessen Gewinner im März gekürt worden sind. „Damit hat das Ministerium für Bildung einen Anreiz dafür geschaffen, dass mehr Kinder Schwimmabzeichen machen – und das mit Erfolg“, so Hubig. Im Wettbewerbszeitraum vom 6. Juni 2024 bis 7. Februar 2025 konnten Schulen in Rheinland-Pfalz am Wettbewerb teilnehmen. Über 4.400 Schülerinnen und Schüler haben während dieser Zeit ihr Schwimmabzeichen erhalten. Förderschulen, Grundschulen, Realschulen plus, Gymnasien/Integrierte Gesamtschulen und Freie Waldorfschulen haben bei dem Wettbewerb mitgemacht.

„Wir wollen, dass unsere Kinder möglichst bis zum Ende des Grundschulalters die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Wer schwimmen kann, bewegt sich selbstbewusst und sicher im Wasser und profitiert davon ein Leben lang. Es ist eine Fähigkeit, die lebensrettend sein kann – und die vor allem ganz viel Spaß macht und gesund ist“, erklärte Hubig weiter. Schwimmen lernen sei für die Gesellschaft so wichtig, dass es im Koalitionsvertrag verankert ist. Die Landesregierung verfolgt das Thema weiter und hat von 2007 bis 2023 rund 132 Millionen Euro in den Bau und die Modernisierung von Schwimmbädern investiert. Zudem haben seit 2008 fast 2.000 Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz eine zusätzlichen Lehrerlaubnis für Schwimmen erhalten.

Das Bildungsministerium werde sich zusammen mit den Schulen und externen Partnern auch weiter darum kümmern, dass der Schwimmunterricht in Rheinland-Pfalz angeboten wird und gut laufen kann, betonte Hubig. Weil Schwimmfähigkeit die ganze Gesellschaft angeht, sei es besonders wichtig, dass Schulen mit externen Partner gut zusammenarbeiten, z. B. mit der DLRG oder dem Landessportbund (LSB). „In Rheinland-Pfalz funktioniert das schon sehr gut und wir werden dranbleiben. Denn Schwimmen lernen rettet Leben, gerade auch im Kindes- und Jugendalter.

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