Thomas Matthias Hofmann
Visuelle Kommunikation
Ich bin Thomas Matthias Hofmann, Grafikdesigner, habe an der Kunsthochschule Berlin studiert und lebe in Berlin. Davor in Konradshöhe. Mit Unterbrechungen war ich immer selbständig, mit vielen schönen Aufträgen aus Kultur (Alliierten-Museum, Deutsches Historisches Museum), Industrie (Bombardier, E.DIS), Gesundheits- und Bauwesen.
Von 2005 bis 2014 habe ich in Zürich selbst Grafiker unterrichtet. Politisch war ich immer interessiert. Zu Beginn der 2000er Jahre kam ich zur Linken, habe die Mitgliedschaft mit meinem Umzug in die Schweiz aber beendet.
Sahra Wagenknecht begeisterte mich wegen ihrer analytischen Klarheit schon lange. Ihren Positionen kann ich mich fast immer anschließen. Ich habe mich deshalb früh um eine Mitgliedschaft im BSW bemüht.
Neben sozialen Fragen und der chaotischen Migrationspolitik hat mich besonders die Sorge vor einer Eskalation des Ukraine-Konflikts und einer erneuten Kriegsgefahr zum BSW gebracht. Hier habe ich Gleichgesinnte getroffen. Einige meiner Arbeiten waren im Wahlkampf zu sehen.
Grafiken: Thomas Matthias Hofmann
Die hohe Kunst der klaren Bildsprache
Warum ist visuelle Kommunikation in unserer politischen Arbeit eigentlich wichtig?
Thomas Hofmann: Wir leben in einer Zeit der Bilder und eines allgegenwärtigen Entertainments. Emojis haben Texte abgelöst, viele sehen dauernd Videos und Filme, lesen aber kaum. Mit langen Texten erreicht man deshalb nur wenige. Es gibt eine zunehmende Zahl von Menschen, die nicht mehr schreibt und Lesen als zu anstrengend empfindet. Im Übrigen erzeugen Bilder sofort Emotionen.
Gibt es eine Art Faustregel, was unbedingt beachtet werden muss?
Allgemein kann man wohl sagen, dass es immer Spannung braucht. Einem Redner, der dauernd schreit, hört irgendwann niemand mehr zu. Nicht alles kann wichtig sein! Und: Nur das Seltene fällt auf! Spannung entsteht durch Kontrast. Von Groß und Klein, von Farbe und Schwarzweiß, von fetter und magerer Schrift, auch von Fülle und Leere auf dem Format! Man kennt es aus der Natur: Die kleine rote Blüte strahlt so besonders, weil sie von der großen grünen Wiese umgeben ist.
Woher kommen Deine Ideen? Woher nimmst Du Deine Energien?
Ich denke, Ideen kommen durch Wissen, durch bewusstes Erleben. Meine grafischen Kommentare zur Tagespolitik sind vermutlich der Extrakt eines jahrzehntelangen Interesses. Der österreichische Bildhauer Alfred Hrdlicka soll einmal gesagt haben: „Ich habe keine Visionen, ich lese Zeitung.“ Im Übrigen erlebe ich die Welt häufig als Groteske. Das macht die Sache leicht.
(Foto: Privat)
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